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Wirkung auf Jugendliche

Alkohol

Während bei illegalen Substanzen die westliche Gesellschaft seit Jahrzehnten keine auch nur halbwegs mehrheitsfähige Haltung findet, ist es beim Alkohol anders.

Der Konsum von Bier, Wein bis hin zum Schnaps ist gesamtgesellschaftlich anerkannt, während jedoch exzessiver Alkoholkonsum zunehmend geächtet und Alkoholeskapaden insbesondere in den Teilen der Gesellschaft, die "sich leistungsbereit wähnen", verpönt sind. Es ist nicht angesagt, "übermäßig zu trinken".

Dies gilt übrigens auch für Jugendliche. Hier vergrößert sich die Kluft zwischen denen, die entweder in hohem Maße trinken und denen, die einen genussvollen, bewussten, weil reflektierten Umgang mit dem Alkohol pflegen.

Das sogenannte Komasaufen oder Binge Drinking ist erst seit dem Industriezeitalter möglich. Zuvor stand Alkohol in dem dafür benötigten Maße noch gar nicht zur Verfügung. Koma saufen ist nicht nur ein Phänomen junger Erwachsener, aber wenn Jugendliche exzessiver Alkohol zu sich nehmen, dann beunruhigt uns Eltern und Pädagogen das besonders. Diese Sorge ist berechtigt, denn junge Menschen sind risikobereiter und verfügten noch über eine andere Physiologie. Dies kann zu fatalen Folgen führen.

Wirkung auf Kinder

Das Nervensystem von Kindern reagiert wesentlich empfindlicher als das von Erwachsenen auf Alkohol. Bereits mit 0,5 Promille Alkohol im Blut kann ein Kind bewusstlos werden. Je geringer das Körpergewicht des Kindes ist, umso mehr bewirkt die aufgenommene Alkoholmenge einen höheren Blutalkoholgehalt im Körper. Bereits kleine Mengen Alkohol können für Kinder gefährlich sein. Bei einem Schulkind liegt die riskante Menge bei drei Gramm je Kilogramm Körpergewicht, bei einem Erwachsenen braucht es die doppelte Menge.

BEISPIEL: Gefährlicher Konsum beginnt für Männer bei 60 Gramm und bei Frauen bei 40 Gramm. Zum Vergleich: Der Konsum von einem Liter Bier entspricht etwa 40 Gramm Reinalkohol.

  • Bei Kleinkindern fehlt das rauschhafte Stadium, in dem Erwachsene noch die Notbremse ziehen können, das bedeutet kleine Kinder können schlagartig in einen rauschhaften Zustand fallen.
  • Alkohol wirkt auf die seelisch-geistige und die körperliche Entwicklung von Kindern.
  • Alkohol bewirkt bei Jugendlichen die Auskühlung bei Partys im Freien.
  • Alkohol ist ein Zellgift
  • Schon Schnapspralinen können für Kinder gefährlich sein.

Was tun? Als Eltern:

Eltern sollten einen mäßigen und genussvollen Alkoholkonsum vorleben. Sie haben die Möglichkeit, die Kinder und Jugendlichen gründlich zum Thema Alkohol zu informieren und sind dadurch für diese auch kompetenter Gesprächspartner. Eltern sollten Jugendliche im Zusammenhang mit Alkoholkonsum immer auf die erhöhten Unfallrisiken hinweisen. Eltern sollen den Kindern und Jugendlichen keinen Alkohol zur freien Verfügung stellen. Falls Läden oder Restaurants entgegen der gesetzlichen Bestimmungen Alkoholika an Jugendliche verkaufen, empfiehlt es sich, beim Verkaufspersonal vorzusprechen und im Wiederholungsfall eine Anzeige zu erstatten.

Was tun? Als Lehrkraft:

  • Präventionsunterricht durchführen
  • Eltern einbeziehen
  • Vorbildfunktion wahrnehmen
  • Alkoholkonsum im Gespräch mit Jugendlichen thematisieren

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